Das wünsch ich mir...
Das Stigma rund um Traumata ist leider immer noch groß und lebendig. Die Mehrheit der Vorurteile schließt die Überzeugung mit ein, dass Menschen über traumatische Ereignisse möglichst zeitnah hinwegkommen, sich weiterentwickeln oder „nicht so anstellen“ müssen. Wichtig zu verstehen ist jedoch, dass Betroffene eine ganz normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis zeigen. Traumatische Erfahrungen sind extrem bedrohliche oder entsetzliche Ereignisse, die Betroffene massiv überfordern sowie eigene Bewältigungsmöglichkeiten übersteigen.
Ein Trauma kann zu tiefgreifenden Veränderungen im Denken, Fühlen und Verhalten sowie in einigen Fällen zu einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung führen. Betroffene erleben die traumatischen Ereignisse in der Gegenwart erneut wieder, vermeiden alles, was mit dem Trauma in Zusammenhang stehen könnte, und leiden an Übererregbarkeit, Dissoziationen oder Störungen der Selbstwahrnehmung und der Beziehungen. Angehörige wollen oft helfen, wissen aber nicht, wie. Aus diesem Grund ist diese Broschüre entstanden, in der Betroffene ihr Erleben erklären und Wünsche an ihre Lieben vermitteln.
Psychische Erkrankungen wie Traumafolgestörung sind für Betroffene eine schwere Belastung. aber auch für Familienangehörige, Freunde oder Kollegen ist es oft eine schwere Situation. sie sind nicht krank und nicht vom Fach, aber dennoch stark betroffen. Aus der Sicht von Betroffenen erfahren Angehörige hier, z.B, was sie bei einer Traumafolgestörung, nicht einfach wieder zurück ins "normale" Leben können, aber auch, dass sie selbst für sich sorgen und Unterstützen wahrnehmen dürfen. Die texte sind alle auf Recyclingpapier gedruckt und perfeck für die Weitergabe an Angehörige oder zum Auslegen.